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Weltkulturerbe Limes

Gemeinsames Ziel des Vereins ist es, den Limes als bemerkenswertes und hervorragendes archäologisches Denkmal in Mitteleuropa in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Sitz des Vereins ist Aalen. Vorsitzender der Oberbürgermeister der Stadt Aalen.

Endlich ist es soweit, der Obergermanisch-Raetische Limes ist Weltkulturerbe. Die mit Spannung erwartete Entscheidung des Welterbe-Komitees der UNESCO ist im südafrikanischen Durban gefallen.

Das Komitee hat dem Antrag über die Aufnahme des Obergermanisch-Rätischen Limes in die Liste der Welterbestätten zugestimmt. Der Limes ist dabei zusammen mit dem Hadrianswall in England Bestandteil eines „Transnationalen Weltkulturerbes“ mit dem Namen „Grenzen des Römischen Reichs“. Damit ist das römische Bodendenkmal das 31. deutsche Objekt auf der Welterbeliste. Über vier Jahre hat die Ausarbeitung des Antrags bis zu seiner Einreichung im Januar 2004 im Welterbezentrum in Paris gedauert.

In dem Antrag enthalten ist die Beschreibung aller noch im Original erhaltenen Zeugnisse des Limes. Besonders bemerkenswert bei diesem Projekt ist dabei die Kooperation über vier Bundesländer hinweg. Unter der Federführung des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg haben die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern gemeinsame Arbeit geleistet und den
Limes zwischen Rhein und Donau Kilometer für Kilometer von Neuem erforscht und erfasst. Wie wichtig dieses Bodendenkmal und die Epoche vor rund 2000 Jahren für unseren Kulturraum war, das bestätigt auch ein Gutachten vom Internationalen Rat für Denkmalpflege. Dieses Gutachten mündet in eine Empfehlung an das Welterbe-Komitee was der Entscheidungsfindung mit Sicherheit zuträglich war.
Der Obergermanisch-Raetische Limes gilt als ein herausragendes Bodendenkmal, das Zeugnis gibt von der römischen Epoche und Kultur, die sich so nachhaltig auf die folgende kulturelle Entwicklung in Europa auswirkte. Die Zeugen dieser Zeit sind auf der 550 Kilometer langen Strecke vielerorts zu finden. Zu sehen sind neben den römischen Relikten, die im Original erhalten sind, Rekonstruktionen, Ausgrabungen und Nachbauten. Stellenweise ist der Grenzwall selbst noch erkennbar.